Abnahme der Photovoltaikanlagen

Abnahme der Photovoltaikanlagen der Sonnenenergiegesellschaft Schömberg-Schörzingen

Bürgerbeteiligung bei Energiewende
In Schömberg profitieren die Stadt und die Bürger von der Sonne und dem erzeugten Photovoltaikstrom.

Durch erneuerbare Energien und insbesondere durch Photovoltaikstrom ist der Strompreis an der Börse in Leipzig deutlich gesunken.
Daher liegt die Energieversorgung der Zukunft in dezentralen Strukturen. Erneuerbare Energien, insbesondere die Photovoltaik, öffnen die Tür zu einem neuen Energiezeitalter: Neben Klimaneutralität und Versorgungssicherheit geht es um den Übergang zu einer dezentralen Energieerzeugung. Was heißt das? Die extrem wichtige Ressource „Energie“ liegt künftig nicht mehr nur in den Händen großer Energieunternehmen, sondern wird von unzähligen Erzeugern verschiedenster Größe vor Ort bereitgestellt. Nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien werden derzeit jede Woche drei weitere Projekte gegründet, wo Bürger gemeinsam Windräder, Solarparks oder Biogasanlagen finanzieren. Genossenschaftlich betriebene Solar- oder Windparks ermöglichten auch Bürgern mit kleinem Geldbeutel die Beteiligung an der Energiewende. Philipp Vohrer,Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, warnte, einseitig nur die Energiewende-Kosten zu diskutieren. „Bürgerbeteiligungsmodelle zeigen, dass die erneuerbaren Energien Möglichkeiten der direkten Partizipation bieten und so für Akzeptanz sorgen.“ Auch in Schömberg mit dem schönen Stausee profitieren die Stadt und die Bürger von der Sonne und dem erzeugten Photovoltaikstrom.

Die Ende Juli 2012 gegründete Bürgersolargesellschaft hat mit der Stadt Schömberg eine Kooperation geschlossen. Auf den öffentlichen Gebäuden (auf dem Foto das Dach der Schömberger Grundschule) wurde Ende 2012 knapp 300 kWp Leistung durch Heinrich Trick, Baukonzept, aus Schömberg installiert. Die Bürgersolargesellschaft besteht aus mehreren Bürgern aus Schömberg und Schörzingen die zwischen 2000 und 20.000 Euro in die Energiewende investiert haben. Letzthin wurden die Photovoltaikanlagen zusammen mit der Stadt und der Kirchengemeinde erfolgreich abgenommen.

Der Ingenieurs- und Sozialwissenschaftler Novy prophezeit dem Bürgersolarstrom eine rosige Zukunft. Denn: Die Bürgersolargesellschaften arbeiten dezentral in den Regionen, organisieren vor Ort die lokale Stromproduktion. „Um den hohen Anteil Ökostrom für die politisch gewollte Energiewende herzustellen, braucht man die regionale Stromerzeugung“, sagt er.

Die Betriebsform von Bürgerbeteiligungen sei für die vielen kleinen Produzenten die effizienteste Art, um an Kapital für Investitionen zu kommen, betonte er. red

Zollern-Alb Kurier vom Dienstag, 27. August 2013, Seite 23