Stadt profitiert von Investitionen in die Energiewende

Ein Artikel von Schwarzwälder-Bote, 13.08.2013 20:31 Uhr
Schömberg-Schörzingen.
In Schömberg profitieren die Stadt und die Bürger von der Sonne und dem erzeugten Solarstrom.

Die Ende Juli 2012 gegründete Bürgersolargesellschaft hat mit der Stadt eine Kooperation geschlossen. Auf öffentlichen Gebäuden wurde knapp 300 Kilowatt-Peak Leistung durch die Firma Heinrich Trick Baukonzept installiert. Die Bürgersolargesellschaft besteht aus mehreren Bürgern aus Schömberg und Schörzingen die zwischen 2000 und 20  000 Euro in die Energiewende investiert haben. Nun sind die Fotovoltaikanlagen mit der Stadt und der Kirchengemeinde abgenommen worden. Durch erneuerbare Energie, insbesondere durch Fotovoltaikstrom, ist der Strompreis an der Börse in Leipzig gesunken. Dass die Bürger davon nichts haben und für den Strom nicht weniger, sondern mehr bezahlen müssen, hängt unter anderem damit zusammen, dass der Staat zahlreiche Ausnahmen von der EEG-Umlage zulässt; insbesondere große Industrieunternehmen sind von der Umlage befreit oder müssen weniger bezahlen.

Die Energieversorgung der Zukunft, so heißt es, sei dezentral mit erneuerbarer Energie. Damit läge die Ressource Energie nicht mehr nur in den Händen von wenigen Energieunternehmen, sondern würde von vielen Erzeugern vor Ort bereitgestellt. Nach Angaben der Agentur für erneuerbare Energien werden jede Woche drei Projekte gegründet, in denen Bürger gemeinsam Windräder, Solarparks oder Biogasanlagen finanzieren.

Dem Bürgersolarstrom wird eine rosige Zukunft prophezeit, denn die Bürgersolargesellschaften arbeiten organisieren vor Ort die lokale Stromproduktion. Die Betriebsform von Bürgerbeteiligungen sei für die vielen kleinen Produzenten die effizienteste Art, um an Kapital für Investitionen zu kommen. Und bei einer regionalen Energieversorgung bleibt zudem das meiste Geld vor Ort und dem regionalen Wirtschaftskreislauf erhalten.

Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de

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